Koordination.de

Unter Koordination versteht man das harmonische Zusammenwirken der verschiedenen Sinnesorgane mit dem peripheren und zentralen Nervensystem und der Muskulatur. Koordinative Fähigkeiten ermöglichen es jeder Person, Impulse bei einem Bewegungsablauf, etwa Fußballtraining, Tennis, Schwimmen, Gymnastik, Basketball, Geräteturnen zeitlich, stärkemäßig und vom Umfang her aufeinander abzustimmen und die entsprechenden Muskeln in Gang zu setzen.

 

Eine einzelne koordinative Fähigkeit ist nicht in der Lage, die sportliche Leistung zu bestimmen. In jeder Sportart gibt es ein Beziehungsgefüge für die koordinativen Fähigkeiten bei diversen Bewegungen. Die Anzahl der koordinativen Fähigkeiten ist unter den Wissenschaftlern umstritten.

 

Die Bewegungswissenschaftler Meinel/Schnabel benennen folgende koordinative Fähigkeiten:

– kinästhetische Differenzierungsfähigkeit t
– Reaktionsfähigkeit
– Kopplungsfähigkeit
– Orientierungsfähigkeit
– Gleichgewichtsfähigkeit
– Umstellungsfähigkeit
– Rhythmisierungsfähigkeit

Andere Wissenschaftler, etwa Hirtz, kennen folgende fünf koordinative Fähigkeiten:

– die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
– die räumliche Orientierungsfähigkeit
– die Reaktionsfähigkeit
– die Rhythmusfähigkeit
– die Gleichgewichtsfähigkeit

 

Koordinative Fähigkeiten lassen sich erlernen

Koordinative Fähigkeiten besitzt der Mensch nicht von Geburt an oder nur zum Teil. Sie sind zu erlernen und weiterzuentwickeln. Kinder zwischen dem siebten und zwölften Lebensjahr sind auf diesem Gebiet besonders lernfähig. Viele bekannte Sportler begannen im diesem Alter mit dem Training, um ein harmonisches Zusammenspiel von Sinnesorganen, Muskeln und dem zentralen Nervensystem zu erreichen.
Der Gleichgewichtssinn spielt beim Laufen oder Rennen auf zwei Beinen eine große Rolle. Beim Fußball ist es etwa wichtig, weit zu schießen und beim Laufen die Mitspieler und Gegener im Auge zu behalten.

 

Harmonie von Muskeln, Sinnen und Nerven

Koordinative Fähigkeiten sind besondere Fähigkeiten, die von der natürlichen Veranlagung und deinem Trainingsstand bei einer bestimmten Sportart abhängen. Eine Aufstehbewegung lässt sich einfacher koordinieren als ein dreifacher Sprung bei Eiskunstläufern. Das Kleinhirn spielt bei der Koordination eine wichtige Rolle. Hier werden Bewegungen programmiert und koordiniert. Wie bei allem, gilt auch bei den koordinativen Fähigkeiten, früh übt sich, wer einmal Meister werden möchte. Dies wird in der Schule, vom Elternhaus und verschiedenen Vereinen gefördert.